Bauen

Salzburger Projekt Parklife soll Senioren aus der Isolation holen

von admin am Dienstag, 29. November 2011
Salzburg
Salzburg: Projekt sollte altersgerechtes Wohnen verbessern. Foto: Erich Westendarp / PIXELIO

Ein Miteinander der Generationen statt Abgrenzung der verschiedenen Altersgruppen ist seit Kurzem in Salzburg mit dem Projekt „Parklife“ im Stadtteil Lehen Programm. Das Projekt bietet Betreuungsformen für Senioren in Verbindung mit geförderten Mietwohnungen für junge Familien. Hinzu kommt eine moderne Architektur, die Lehen zudem optisch aufwertet.

Sämtliche Varianten der Seniorenbetreuung finden bei „Parklife“ an einem Standort Berücksichtigung. Dies ist ein absolutes Novum in Österreich. Eine Fläche von 15.000 Quadratmetern steht den älteren Menschen zur Verfügung, sie können sich zwischen betreutem Wohnen, dem Leben in einem Seniorenwohnheim und der Unterbringung in einer Tagespflegestätte entscheiden. Auf dem gleichen Areal sind weiterhin 56 Mietwohnungen entstanden, die öffentlich gefördert werden. Herzstück der Anlage ist ein 3.000 Quadratmeter großer Park, der nicht nur den Anwohnern des Projektes zugänglich ist, sondern allen Menschen. Der Park soll die Zusammengehörigkeit begünstigen und bietet ausreichend Raum für Begegnung und gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Nach Willen der Stadt Salzburg soll „Parklife“ ein Vorzeigeprojekt werden. Die Versorgung von Pflegebedürftigen innerhalb einer intakten Gemeinschaft steht dabei im Mittelpunkt. Die Zusammenlegung von Seniorenbetreuungsangeboten und Mietwohnungen für Familien ist bewusst geschehen, das Zusammenleben von Jugend und Senioren ist Ziel des Projektes.

Der Standort Lehen wurde ebenfalls mit Bedacht gewählt. Rund 15.000 Einwohner leben dort, damit ist der Ortsteil der am dichtesten besiedelte der Stadt Salzburg. Leider greift in Lehen auch der Verfall um sich, Bauten der 1960er- und 1970er Jahre prägen das Bild. Neue Investitionen waren deshalb dringend erforderlich, das Projekt „Parklife“ war nun eine davon. Insgesamt schlägt das Projekt mit 35,4 Millionen Euro zu Buche, aus Mitteln der Wohnungsbauförderung und einem Darlehen des Landes stammen 17,5 Millionen. Der Baukostenzuschuss der Stadt Salzburg beläuft sich auf 4,8 Millionen Euro.

Durch die moderne Architektur wurde ein Gegenstück zu dem sonst so altersschwach angehauchten Bezirk geschaffen. Das Linzer Architekturbüro Touzimsky, Herold & Mehlem gewann die internationale Ausschreibung und wurde mit der Umsetzung zur vollsten Zufriedenheit betraut.

 

Dieser Beitrag wurde unter Bauen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.