Bauen, Nachhaltigkeit, Ratgeber, Sanieren

Wärmedämmung durch Holz: Wohnkomfort und sinkende Energiekosten

von Elena Schefner am Donnerstag, 13. Oktober 2011
Holzbau in Österreich
Häuser mit Holzverkleidung garantieren eine sehr gute Wärmedämmung. Foto: Jochen Senger / PIXELIO

Der Winter rückt immer näher und damit auch die Sorge darüber, ob das eigene Haus ausreichend wärmegedämmt ist. Eine hervorragende Möglichkeit zur Wärmedämmung ermöglicht das Material Holz. Ob kompletter Holzhausbau oder nur Holzfassade, das flexible Baumaterial Holz bietet im Gegensatz zum Stein deutlich besseren Wärmeschutz in den unterschiedlichsten Variationen.

Eine Holzfassade ist nicht nur optisch ansprechend, sondern ermöglicht auch eine sehr gute Wärmedämmung. Da Holz kein Wärmeleiter ist und somit von Natur aus eine isolierende Dämmeigenschaft aufweist, kommt eine Holzfassade mit einer relativ geringen Wärmedämmung aus, die platzsparend eingebracht werden kann. Zum Vergleich: 6,5 Zentimeter Nadelholz erzielen die gleiche Dämmwirkung wie beispielsweise 40 Zentimeter Vollklinker!

Die Vorteile des Holzbaus sind enorm: Die Holzdämmung ist nicht nur platzsparend, sie schützt auch hervorragend vor Kälte im Winter, vor Hitze im Sommer sowie vor Schall und Feuchtigkeit. Dadurch wird der Wohnkomfort gesteigert und vor allem auch der Energieverbrauch gemindert. Langfristig gesehen werden so weniger fossile Energieträger wie Erdgas, Heizöl oder Kohle benötigt, die Energiekosten verringern sich analog dazu.

Holzverkleidung als Alternative

Doch nicht nur diejenigen, die beim Häuslbau gleich auf Holz als Baustoff zurückgegriffen haben, profitieren von der wärmedämmenden Eigenschaft des Materials. Eine Holzverkleidung lässt sich auch im Nachhinein an das Haus ansetzen. Wenn die bröckelnde Fassade sowieso einer Renovierung bedarf, so bietet es sich an, auch gleich die Wärmedämmung zu verbessern.

Bei der Konstruktion der Holzverkleidung wird eine sogenannte hinterlüftete Fassade aufgebaut. Dabei wird das Mauerwerk mit einer Wärmedämmung und einer Grundlattung ausgestattet. Anschließend wird als Träger für die abschließende Holzverkleidung quer zur Grundlattung eine Konterlattung darauf befestigt. Diese dient dazu, dass zwischen der Außenverkleidung und der Wärmedämmung ein belüfteter Hohlraum entsteht. In diesem zirkuliert dann ein permanenter Luftstrom, der die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk und der Dämmung abtransportiert. So kommt es gar nicht erst dazu, dass sich bei der hinterlüfteten Fassade Nässe einnistet.

Die Errichtung einer solchen Holzfassade sollte am besten einem professionellen Betrieb des Zimmerhandwerks überlassen werden. Denn um Wärmeverluste zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Fassade absolut luftdicht ist. Zusätzlich führt eine gelungene Holzverkleidung zu einem neuen attraktiven Erscheinungsbild des Hauses.

 

Dieser Beitrag wurde unter Bauen, Nachhaltigkeit, Ratgeber, Sanieren abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.