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Wiener Zinshausmarkt legt zu

von Redaktion am Montag, 4. März 2013
Zinshausmarkt Wien
Der Zinshausmarkt in Wien hat sich im letzten Jahr gut entwickelt. Foto: helgro / PIXELIO

Das größte Wachstum am Wiener Investmentmarkt weisen derzeit Zinshäuser auf. Von ihnen gibt es allerdings immer weniger, denn sie unterliegen zunehmend der Parifizierung und der Nutzung durch die Eigentümer selbst.

Das vergangene Jahr war für die Zinshäuser in Wien ein überaus gelungenes Jahr. In den Berichten über den Immobilienmarkt der Landeshauptstadt wurde sich durchweg positiv über die Entwicklung dieses Segments geäußert. Ein Trend, der ebenfalls 2013 anhalten wird, geht es nach den Prognosen der Experten. Zu entnehmen ist eine derartige Voraussage ebenfalls dem Marktbericht von EHL Immobilien für das aktuelle Jahr.

Geringe Anstiege beim Preis und leichter Renditerückgang

In ganz Wien stiegen die Preise leicht, während es bei den Renditen zu minimalen Rückgängen kam. Nimmt man als Beispiel den ersten Bezirk, zahlte ein Käufer dort im Durchschnitt 4.800 Euro pro Quadratmeter. Die Preise ergeben sich in der Hauptsache wegen der ausgebauten Dachgeschosse und der renovierten Altbauten. Hervorragende Objekte in exponierten Lagen des Gürtels erzielen nach Auskunft von EHL Renditen zwischen drei und 3,5 Prozent. Im laufenden Jahr wird es weiterhin zu einem Ansteigen der Preise kommen. Die Nachfrage ist ungebrochen. Sie steht einem sinkenden Angebot an Topobjekten gegenüber, die immer weniger auf den Markt gelangen.

Zwei Faktoren ursächlich für schwindendes Angebot bei den Zinshäusern

Das zurückgehende Angebot bei den Zinshäusern liegt in der immer häufiger vorgenommenen Parifizierung von Wohneigentum und in dem vermehrten Kauf durch sicherheitsorientierte Investoren begründet. Außerdem fallen alte Häuser mehr und mehr dem Abbruch zum Opfer. Sie müssen Neubauten weichen, die einen höheren Wert mitbringen. Besonders in den guten und ausgezeichneten Lagen der Stadt kommt es deshalb zu einer steigenden Nachfrage, die eine Erhöhung der Wohnungspreise nach sich zieht.

Dem Bericht der Experten von EHL-Immobilien ist weiterhin zu entnehmen, dass in gefragten Innenstadt- und Gürtellagen der Verkauf als selbstgenutzte Wohnimmobilie sowie die Parifizierung einträglicher sind, als die Vermietung. Dagegen wird in weniger bevorzugten Lagen wie beispielsweise in Hernals eher abgerissen und neugebaut.

 

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