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Passivhäuser setzen zunehmend architektonische Maßstäbe

von Redaktion am Montag, 6. Februar 2012
Passivhäuser Design
Passivhäuser: Design immer praxistauglicher. Foto: KfW-Bildarchiv , Fotograf: Thomas Klewar

Das Passivhaus hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt aufgrund der ständig steigenden Energiekosten. Bisher war das Design der Gebäude jedoch oft gewöhnungsbedürftig – das ändert sich nun.

Bisher war die Meinung zu den energiesparenden Gebäuden recht eindeutig: Passivhäuser brauchen zwar wenig Energie, sehen aber auch alles andere als ansprechend aus. Dass diese Meinung dem modernen Trend der Zeit nicht mehr entspricht, zeigen zahlreiche Beispiele.

Bauherren wollen heute zunehmend geringere Energiekosten in den eigenen vier Wänden. Dafür sind sie auch bereit, höhere Baukosten in Kauf zu nehmen, die mit einem Passivhaus nun einmal einhergehen. Allerdings wollen sie trotz Passivhaus nicht auf architektonisch ansprechende Gebäudehüllen verzichten. Dass das geht, zeigen aktuelle Passivhäuser, denn die Materialvielfalt ist genauso bei diesen Häusern deutlich größer geworden.

Mehrkosten sind kaum zu befürchten

Zahlreiche Architekten bringen es auf den Punkt: Der Irrglaube, Passivhäuser seien per se teurer als das klassische Einfamilienhaus, stimmt so nicht. Wer auf einige Details und eine umfangreiche oder besonders hochwertige Ausstattung verzichtet, der kann das Passivhaus nahezu zum selben Preis wie ein herkömmliches Haus bauen.

Architekten bestätigen auch, dass selbst Bauherren, die kein Passivhaus errichten, lieber auf den Pool verzichten, als auf eine anständige Wärmedämmung des Hauses. Dennoch geht es nicht immer, dass sich ästhetischer Anspruch und Umweltgedanke perfekt vereinen lassen. Hier gilt es, Kompromisse zu finden, wie bei einem Bungalow. Dieser wurde nicht als klassisches Passivhaus errichtet, wohl aber mit den für Passivhäuser typischen Materialien. Wären die geforderten Energiewerte erreicht worden, hätte sich der Bungalow als Passivhaus bezeichnen dürfen. Das ging allerdings nicht, weil die Dämmung dann wesentlich dicker hätte ausfallen müssen, was Wohnfläche gekostet hätte.

Moderne Passivhäuser kaum erkennbar

Moderne Passivhäuser können heute nach den individuellen Vorstellungen der Bauherren errichtet werden. Sie sind als Passivhäuser nahezu nicht mehr erkennbar. Und auch das Vorurteil, dass im Passivhaus nicht gelüftet werden dürfe, ist längst überholt. Bewohner können durchaus lüften, sie müssen es aber nicht. Und wenn Körperwärme, abgestrahlte Wärme elektrischer Geräte und Glühbirnen ausreichen, um das Gebäude zu heizen, dann ist ein Passivhaus doch ganz schnell der Gewinner.

 

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