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Kärnten: Luxusappartements auf dem Grund der ehemaligen AvW-Villen in Krumpendorf

von Silke Wellnitz am Dienstag, 28. Juni 2011
Wörthersee
Am Wörthersee entstehen neue Luxusappartements. Foto: Erich Westendarp / PIXELIO

Nachdem die AvW Invest den Konkurs mit dem Verkauf von Liegenschaften abwenden wollte, wurden jetzt in Krumpendorf alte AvW-Villen abgerissen. Auf dem Baugrund werden nun elf absolute Luxusappartements gebaut. Die Preise von 10.000 Euro pro Quadratmeter können mit Fug und Recht als exorbitant bezeichnet werden.

Die Lage der Appartements der Luxusklasse, die auf dem Grundstück der abgerissenen AvW-Villen im Entstehen sind, ist natürlich traumhaft: Direkt am Wörthersee gelegen, dürften potenzielle Käufer wohl nicht lange zu suchen sein. Allein der Kaufpreis von stolzen 10.000 Euro pro Quadratmeter dürfte das eine oder andere Budget sprengen.

Vorausgegangen war der Konkurs der AvW Invest: Das Grundstück mit mehreren Seevillen von Pleitegeier Wolfgang Auer-Welsbach ging für 5,6 Millionen Euro über den Tisch, die Insolvenz konnte trotz der Verkäufe diverser Liegenschaften nicht abgewendet werden. Die Villen wurden unlängst abgerissen, um nun die Luxusappartements bauen zu können, die wohl zu den teuersten Wohnungen am Wörthersee zählen werden.

Zwischen 8.000 und 10.000 Euro je Quadratmeterpreis sollen Käufer für die Appartements berappen. Ausschlaggebend sei laut Kärntner Immobilien-Entwickler Nikolaus Lanner neben der außergewöhnlich attraktiven Lage auch der Umstand, dass eine solche Lage momentan sonst nirgendwo am Markt sei. Angekündigt sind 1.500 Quadratmeter Wohnfläche nebst Deluxe-Ausstattung. Zu sehen ist davon allerdings noch nichts: Aufgrund des Bauverbots zwischen 15. Mai und 30. September stehen noch nicht einmal die Rohbauten. Trotzdem sind laut Lanner schon 50 Prozent der Wohnungen verkauft, die Käufer allesamt Österreicher.

Verwertung anderer AvW-Liegenschaften schleppend

Andere Liegenschaften aus der AvW-Konkursmasse dümpeln dagegen vor sich hin. Beispielsweise für die Villa in Krumpendorf , dem ehemaligen AvW-Firmensitz, will sich kein Käufer finden. Das Objekt in markantem Hellblau liegt an einer Bundesstraße, was vermutlich nicht gerade Interessenten anlockt. Auch ein unbebautes Grundstück in Krumpendorf sowie eine Büroimmobilie in Vorarlberg erweisen sich als Ladenhüter. Dabei hatte Masseverwalter Gerhard Brandl angekündigt, alle Liegenschaften noch in diesem Monat verkaufen zu wollen. Ein Gläubigerausschuss soll nun klären, inwieweit Brandl mit den Preisen nach unten gehen darf.

Wesentlich erfolgreicher lief der Verkauf einer land- und forstwirtschaftliche Fläche in Meiselding bei St. Veit und einer unbebauten Fläche in Velden: Beide Objekte konnten deutlich mehr Profit erzielen als angenommen.

 

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